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Heinrich Hansjakob und St. Martin zu Freiburg | |||
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Hansjakob hatte die Stadt Freiburg schon 1847 als Schüler und seit 1859 als Student kennengelernt. Längere Zeit verbrachte er hier aber erst als Stadtpfarrer von St. Martin, der seinerzeit bedeutendsten Kirchengemeinde neben der Münsterpfarrei. Als er dort 1884 sein Amt antrat, war mit der Regotisierung der Pfarrkirche bereits begonnen worden. Hansjakob führte sie fort und renovierte auch das Pfarrhaus. Zwar beschritt er zur Finanzierung der Projekte oft unkonventionelle Wege, was ihm häufig die Kritik des Erzbischöflichen Ordinariats einbrachte. Unterstützung erhielt er jedoch von weiten Kreisen seiner Gemeinde sowie vom badischen Großherzog, der ihn hier als Patronatsherr der Pfarrei trotz großer Bedenken des Ordinariats eingesetzt hatte. Als jedoch der große Rathausumbau begann, zog sich Hansjakob mehr und mehr in seine Zweitwohnung in der Kartaus zurück. Seine vier Kapläne (Kooperatoren) übernahmen die laufenden Arbeiten, während Hansjakob in der Regel nur noch sonntags in die Stadt kam. Berühmt wurden seine Predigten, die im Herder-Verlag in 11 Bänden erschienen und in mehrere Sprachen übersetzt wurden. 1913 trat der 76jährige auf eigenen Wunsch in den Ruhestand und kehrte in seine Vaterstadt Haslach im Kinzigtal zurück. Hansjakob war ein großer Kunstliebhaber und umgab sich gerne mit alten Möbeln, Gemälden und Skulpturen, aber auch mit Werken zeitgenössischer Künstler. Seit 1888 war er Mitglied des Breisgau-Geschichts-Vereins Schau-ins-Land und 1890 Gründungsmitglied des Münsterbauvereins Freiburg, in dessen Kunstkommission er jahrelang tätig war. Er pflegte gute Kontakte zu Fritz Geiges, Carl Schuster, Joseph Schultis, Adolf Schmidlin, Joseph Dettlinger u. a., deren Arbeiten auch seine Pfarrwohnung repräsentativ schmückten. |
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