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Heinrich Hansjakob und die Kartaus in Freiburg | |||
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Als die Heiliggeistspitalstiftung 1894 die Kartaus ankaufte um ein Altenheim für die Stadt Freiburg einzurichten, konnte Hansjakob, vermittelt durch seinen Freund Oberbürgermeister Otto Winterer, die drei Zimmer der Priorwohnung im ehemaligen Kartäuserkloster anmieten. Diese ließ er wohl unter Beratung des erzbischöflichen Baudirektors Max Meckel, mit dem er auch bei der Renovierung von St. Martin zusammenarbeitete, im neugotischen Stil ausstatten. Nicht nur daß diese Stil am Ende des 19. Jahrhunderts in Freiburg besonders gegenwärtig war, er mußt auch in besonderem Maße einem Geistlichen entsprechen. Zudem spiegelt die sog. Tyroler Bauerngotik Hansjakobs Vorliebe für die Volkskunst wieder. Am Pfingstsonntag 1897 bezog der 60jährige seine Zweitwohnung in der Kartaus, die zu seiner Zuflucht vor dem lauten Treiben der Stadt wurde. Im Jahre 1901 erschienen seine Tagebuchblätter In der Karthause mit Aufzeichnungen vom 6. Juni bis zum 31. Dezember 1897, illustriert vom Schwarzwaldmaler Curt Liebich aus Gutach. Darin schildert Hansjakob nicht nur die wechselvolle Geschichte des 1346 gegründeten Kartäuserklosters, sondern auch seine neuen Bewohner, die alten Menschen, häufig mit biographischen Details. Auch wenn Hansjakob nach seiner Pensionierung und dem Umzug nach Haslach i. K. seltener nach Freiburg kam, seine Schwester und Haushälterin Philippine hielt die Wohnung über den Tod des Bruders hinaus bis zu ihrem Tod 1925. Danach ging das gesamte Inventar in den Besitz der Stadt Freiburg bzw. des Augustinermuseums über und blieb somit erhalten. 1997/98 wurden die Zimmer in Anlehnung an alte Befunde weitgehend im Originaleindruck wiederhergerichtet. Darüber hinaus konnte durch die Präsentation zahlreicher Originalausgaben, Buchillustrationen und Bilddokumenten eine literarische Gedenkstätte geschaffen werden, die in Freiburg und im weitem Umkreis, neben dem Hansjakobmuseum in Haslach, von besonderer Bedeutung ist. |
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