![]() |
Heinrich Hansjakob - Erfolgsautor, Demokrat und Skeptiker | |||
|
Heinrich Hansjakob gehört zu den produktivsten Schriftstellern deutscher Sprache. Er hat über 70 Bücher veröffentlicht. Die meisten davon schrieb er in der Kartaus zu Freiburg und sie erschienen in einer Gesamtauflage, die in die Millionen geht. In den letzten Jahren und Jahrzehnten erfuhr sein Werk eine beachtliche Renaissance. Seit 1960 gibt die Stadt Haslach im Kinzigtal seine Bücher neu heraus, seit 1986 auch der Waldkircher Verlag. Als Kind vom Lande und vom Zeitgeist geprägt, zeige sich Hansjakob den Traditionen verpflichtet. Der wachsenden Industrialisierung mit ihren Gefahren für Mensch und Natur beispielsweise sah er mit großer Besorgnis entgegen. Heute würde man von einem wachen Umweltbewußtsein sprechen. Damals prägte Hansjakob jedoch eine allzu romantische Sicht auf das vermeintlich schöne Leben auf dem Lande, die zahlreiche Zeitgenossen wie beispielsweise auch seine Malerfreunde Wilhelm Hasemann und Curt Liebich mit ihm teilten. Sie illustrierten die meisten seiner Bücher. Politisch verstand sich Hansjakob vor allem als Fürsprecher der kleinen Leute, denen er in seinen Büchern besonders großen Platz einräumte. Den Großen und Mächtigen hingegen bot er die Stirn. Als Zeichen seiner demokratischen und republikanischen Gesinnung trug er den breitkrempigen sog. Heckerhut, seit der 1848er Revolution Symbol der Demokraten. Wie wenige Geistliche seiner Zeit war er zudem Pazifist und kämpfte gegen Militarismus und Kriegstreiberei. |
|
|||